Sebastian Altendorf

Projekt 2010

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Rückblick IRONMAN Frankfurt

Nun liegt der IRONMAN Frankfurt bereits eine Woche zurück und die gröbsten "Leiden" sind mittlerweile vergessen. Wie der Ergebnisliste zu entnehmen ist, habe ich das mir selbst gesteckte Ziel nicht erreicht. Realistisch betrachtet ist das Ziel unter 10 Stunden zu bleiben auch sehr hoch angesetzt.

Der Wettkampftag begann sehr früh was jedoch nicht wirklich schlimm war. An Schlaf war bei den heissen Temperaturen nicht zu denken und so ging es bereits vor 5 Uhr morgens los zum Langener Waldsee. Mit im Gepäck ein britischer Athlet, der mit dem Taxi fahren wollte. Freundlich wie wir Berliner sind haben wir ihn einfach mitgenommen. Das Hotel lag ja nur gute 5 km vom See entfernt.

 

Am See herrschte bereits große Betriebsamkeit: Die Athleten strömten die Wechselzone und überprüften ihr Material und pumpten die Reifen auf. Hier erwies es sich wieder als Pluspunkt einen eigenen Kompressor dabei zu haben, denn die Schlange am Radservice war schon sehr lang. Mein Rad war perfekt vorbereitet und so konnte ich gemeinsam mit Dirk, den ich im Trainingslager auf Mallorca kennegelernt hatte, zum Schwimmstart gehen. Hier wurde die Kleidung überprüft, denn es herrschte Neoprenverbot, d.h. die Schwimmkleidung durfte keinen Neopren- oder Gummianteil besitzen. 

Den Schwimmstart vollzog ich als Wasserstart aussen rechts des Feldes und konnte nach kurzer "Schlägerei" meine beiden Schwimmrunden unbehindert abschwimmen.Nach 1 Stunde un 5 Minuten erreichte ich wieder das Ufer des Langener Waldsees und machte mich auf den Weg durch die große Wechselzone zu meinem Rad. Knapp drei Minuten später hatte ich es dann auch endlich unter mir. Die Beine fühlten sich gut an und ich fuhr locker die Zufahrt bis nach Frankfurt wo es dann in die erste von zwei Radrunden ging. Der Weg hoch bis nach Friedberg ging über drei Berge und hatte reichlich Gegenwind zu bieten. Dem noch nicht genug meldete sich erneut mein Rücken zu Wort und so war mir bereits vor Ende der ersten Radrunde klar, dass es keine besonders gute Zeit werden wird. Ich fuhr die aufgrund einer Umleitung 5 km längere Radstrecke in 5 Stunden und 43 Minuten zu Ende und wechselte in zwei Minuten auf die Laufstrecke. Der bedeckte Himmel riss auf und so konnte ich mich auf eine Hitzeschlacht auf den abschließenden 42,195 km freuen.

Der perfekten Organisation der Laufstrecke sei Dank waren die Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke erträglich und es gab keinen Meter ohne Zuschauer entlang der Laufstrecke. Runde für Runde lief ich und freute mich auf der letzten der vier Laufrunden auf das Ziel. Für die 15 Sekunden am Ende dieses langen Tages nimmt man alle Schmerzen gerne in Kauf. Und es steht bereits fest: wir sehen uns wieder Frankfurt...am 24.07.2011!

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